Timelapse total: Andreas Schwarzlmüller

Timelapse, auf Deutsch Zeitraffer. Ein Verfahren, bei dem man in gewissen Zeitabständen ein Foto des selben Standortes schießt und die Bilder zu einem Video zusammenfügt. Somit scheinen Vorgänge schneller abzulaufen und öffnen dem Zuseher vollkommen neue Sichtweisen.

Der Thalheimer Andreas Schwarzlmüller hat sich auf diese Technik spezialisiert und hat vor rund einem Jahr sein mit dieser Methode angefertigtes Wels Video auf das Videoportal YouTube gestellt. Unter dem Suchbegriff „Timelapse Wels” können Sie sich das beeindruckende Video ansehen. Aber nicht nur von Wels, dem Volksfest oder einem Clubbing in der Viehversteigerungshalle. Auch imposante Bergpanoramen hielt der 25-jährige Fotograf mit seiner Spiegelreflexkamera fest. Er studiert an der Fachhochschule Hagenberg etwas ganz anderes: Software Engineering.

Von Freundin gelernt
Sandra Gehmair ist Hochzeitsfotografin und war 2012 jüngste Fotografen-Meisterin Österreichs. Als sich die beiden kennenlernten, verliebte sich Andreas nicht nur in die Fotografin, sondern auch in den Fotoapparat. Er selbst hatte vorher noch nie viel fotografiert, erst durch seine Freundin fand er seine Leidenschaft. Sie zeigte ihm wichtige handwerkliche Tricks bei professioneller Fotografie, bis er sich sein eigenes Equipment kaufte und schnell sein Spezialgebiet entdeckte: Timelapse. Mittlerweile unterstützt er selbst Anfänger.

Videografieren
Mittels sogenannter „Tutorial-Videos” zeigt, er wie man mit einer Spiegelreflexkamera alles machen kann. Eben nicht nur fotografieren, sondern auch fantastisch filmen. Videografieren nennt er es.

Firmen wurden aufmerksam
Durch seine tollen Videos und sein Können, sich in sozialen Medien wie auch auf Facebook gut zu präsentieren wurden auch schon einige Firmen auf ihn aufmerksam. Sein erstes kommerzielles Video hat er für eine Raiffeisenbank erstellt. Und es sind immer mehr Kunden geworden. Mittlerweile hat Schwarzlmüller seine eigene Produktionsfirma gegründet, mit der er sehr erfolgreich ist.

Stadt Wels zeigte kein Interesse
Natürlich wollten wir vom jungen Filmer wissen, ob nicht auch die Stadt Wels auf ihn aufmerksam wurde, da er ja ein so tolles Wels-Video vollkommen kostenlos online gestellt hat.
Schwarzlmüller erzählte uns, dass er damals zwar ein Mail an die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wels geschickt hat, aber die dortigen Leute sich nicht einmal die Zeit nahmen, um eine Rückantwort zu schreiben. Er meint aber, er will sich sowieso nicht aufdrängen, da ihn ja eh genügend Firmen anschreiben. Das ist vielleicht auch besser so, denn die Stadt Wels ist meistens nur daran interessiert, stinkteure, fade und enorm schlecht produzierte Filme über Altersheime zu bestellen. Und das kann Schwarzlmüller sicher nicht bieten. Er wäre vergleichbar günstig, macht spannende Videos und hat auch keine Verwandtschaft im Magistrat.

Wir wünschen ihm viel Glück und Erfolg für seine Karriere.