SPÖ Wels: Trennung von Islamisten-Anhänger

Als „recht unspektakulär“ bezeichnet SP-Bezirkssekretär Mato Simunovic das Gespräch mit dem in die Medien gelangten Welser SPÖ-Funktionär, der auch Anhänger der islamistischen Saadet-Partisi ist. Die SPÖ und der ehemalige Gemeinderatskandidat einigten sich, getrennte Wege zu gehen.

„Er beteuerte zwar, dass es nun ein falsches Bild von ihm gibt, wollte der Partei jedoch keinen Schaden zufügen“, sagt Simunovic. Laut dem Welser Bezirkssekretär, meinte der Saadet-Anhänger zu ihm, dass er das Video mit den IS-Flaggen fälschlicherweise geteilt hätte. Nachdem er aber über das geteilte Video „Cihadí anlatan siir“ (Deutsch: „Ein Gedicht über Jihad“) geschrieben hat, lässt den Beobachter an der Unwissenheit des ehemaligen SP-Mitgliedes zweifeln.

Große Naivität in Bezug auf Islamisten-Anhänger
Monatliche-Herausgeber und langjähriger Beobachter der Islamisten-Szene, Christoph Brückl meint: „Es gibt bei Anhängern von Islamisten immer zwei Gesichter. Wenn Sie Deutsch sprechen, geben sie sich weltoffen und tolerant. Wenn sie auf Türkisch oder Arabisch sprechen, hört man dann ganz andere Ansichten. Das Problem ist die Naivität der Europäer, das alles zu glauben. Der Welser Fall ist hier wieder ein Lehrbeispiel.“

Keine Konsequenzen für Huber
Der Saadet-Anhänger war in der Sektion von Silvia Huber. Auch Johnny Reindl-Schwaighofer war mit dem ehemaligen Mitglied auf Wahlkampftour. Konsequenzen für die beiden scheint es nicht zu geben.