Hochhäuser werden wieder modern

Hochhäuser bieten nicht nur den Vorteil, flächensparend zu bauen, sondern sind oft auch Aushängeschild für eine stolze, lebendige & wirtschaftlich starke Stadt. Was ist mit Wels?

In Salzburg ist ein neues Hochhausviertel rund um den neuen Hauptbahnhof geplant, die ersten Miniwolkenkratzer sollen bereits 2015 fertiggestellt werden. Auch in Linz geht der Trend wieder in die Höhe. Während in den vergangenen 20 Jahren die Hoch-bau- Kunstwerke der Archi-tektur, aufgrund der schlechten Reputation in der Bevölkerung in Verruf gerieten, ermöglichen es heute neue Technologien ein komfortables Wohnen zu gewährleisten.

Damals wie heute sind Hochhäuser als Statussymbole einer Stadt anzusehen. Schon in der Römerzeit und später auch im Mittelalter signalisierten Kirchen und Türme an Wehranlagen Größe und Macht. Als erstes Hochhaus in Österreich gilt übrigens die Sternwarte im Stift Kremsmünster. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt man auch in Europa mit dem Bau unzähliger Hochhäuser. Frankfurt am Main ist heute bekannt dafür, eine der wenigen Skylines Europas zu besitzen. Und wie so oft beim Thema Hochhaus, auf anfänglichen Bevölkerungsprotest folgt der Stolz auf die Monumente der Moderne. Das Gerücht, mehrgeschoßige Wohnbauten würden zu sozialen Spannungen führen, ist lediglich auf eine falsche Siedlungs-politik zurückzuführen. Als lange Zeit der Trend bestand, Wohnblöcke in der Peripherie größerer Städte anzusiedeln, entstand eben dort eine Art Ghetto, beziehungsweise eine Abspaltung des urbanen Wohnraumes. Die Hochbauten, die heute errichtet werden, sind keine Wohnschachteln, wie wir sie aus den 1970er und 80er Jahren kennen. Der Mix aus Business, Gastronomie und leistbarem Wohnen ist es, welcher einem Hochhaus den geeigneten Standort verschafft. Vor allem in neu entstehenden Zentren ist es wichtig, die Straßenebene des Hochbaues zu beleben.

Hochhäuser liegen wieder voll im Trend, vor allem die gestiegenen Grundstückspreise in vielen Groß- und Mittelstädten Europas werden schon bald leistbares Wohnen nicht mehr ermöglichen. Darum denken viele Stadtplaner vor, und erweitern die historischen Zentren vieler relevanten Städte durch Meisterwerke des Hochbaus, siehe Frankfurt am Main. Vor allem in schnell wachsenden Städten setzt man wieder auf die altbewährte Form des Hochbaues, mit modernen Architekturelementen entstehen Prachtbauten unserer Zeit. Glas ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Baustoffen geworden. Lichtdurchlässigkeit ist vor allem bei Business- und Bürotürmen ein wesentlicher Erfolgsgarant sogenannter Miniwolkenkratzer. Das höchste Hochhaus ist mit 202 Meter der Wiener Millennium Tower, situiert im 20. Wiener Gemeindebezirk. Auch hier entsteht langsam ein Hochhausviertel welches vielleicht in ein paar Jahren die Skyline von Wien bilden könnte. Den im Donauzentrum wird seit vergangenem Jahr an zwei Wolkenkratzern gebaut, die DC Towers, einer der beiden Türme wird mit einer Höhe von 220 Metern das höchste Gebäude Österreichs darstellen. Nicht zu verachten ist die ÖBB-Konzernzentrale welche am neuen Wiener Zentralbahnhof errichtet wird. Auch in Salzburg soll das Hochhausviertel nördlich des Bahnhofes durch einige zusätzliche Bauwerke ergänzt werden, südlich des neu errichteten Hauptbahnhofes sollen ebenfalls einige Miniwolkenkratzer errichtet werden.