Rabl: 1 Mio. Euro Soforthilfe für Welser Unternehmer

Die Corona-Krise hat weitreichende Auswirkungen auf das gesellschaftliche und soziale Leben in Wels. Besonders betroffen von den Folgen dieser Krise ist die Welser Wirtschaft. Über 700 Welser haben seit Montag ihren Job verloren, zahlreiche Kleinbetriebe, Gastronomen und Geschäfte mussten aufgrund der von Bundesregierung getroffener Maßnahmen schließen. Dies bedeutet einen Umsatzausfall von 100 Prozent bei gleichbleibenden Fixkosten.

Die von der Bundesregierung angekündigte Regelung zur Kurzarbeitszeit sowie das Hilfspaket sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Trotz alldem kämpfen derzeit viele Welser Unternehmen mit Liquiditätsschwierigkeiten, da den gleichbleibenden Fixkosten keine Einnahmen gegenüber stehen.

Aus diesem Grund wird auch von Seiten der Stadt Wels ein Millionen-Hilfspaket für die Welser Wirtschaft geschnürt. Mit diesem Sofortpaket sollen die Welser Unternehmen rasch und unkompliziert unterstützt werden. Insgesamt beläuft sich dieses Soforthilfepaket auf ca. 1 Million Euro und soll Unternehmen unterstützen, die unmittelbar von der Corona-Krise betroffen sind.

Maßnahmen des Sofort Hilfspaket

  • Einrichtung eines Sofort Hilfe Fonds

Die Stadt Wels stellt für die unbürokratische Soforthilfe von Welser Unternehmen einen Betrag von 100.000 Euro zur Verfügung. Die Kriterien für Soforthilfe werden gerade bearbeitet und nächste Woche bekannt gegeben. Es gilt das Prinzip „First come first serve“.

  • Die Stadt Wels erlässt die Mietfortzahlung

Alle Unternehmen, die in städtischen Objekten eingemietet sind und aufgrund der Corona-Krise ihre Geschäftstätigkeiten behördlich einstellen mussten, wird die Miete für die Dauer der Schließung erlassen. Die Höhe der erlassenen Mietkosten beläuft sich auf voraussichtlich 80.000 Euro.

  • Welser Heimstätten erlässt Miete

Unternehmen, die ihr Geschäftslokal von der Welser Heimstätte angemietet haben und ihr Geschäft aufgrund der behördlich angeordneten Schließung einstellen mussten, brauchen ab 16.03.2020 keinen Mietzins zu bezahlen. Die Mietzinsaussetzung gilt, solange die behördliche Schließung aufrecht bleibt. Die Summe der erlassenen Mietentgelte wird voraussichtlich 120.000 Euro betragen.

  • EWW erlässt Wasser-Grundgebühr

Die EWW wird bei allen Geschäftsräumlichkeiten, die von der behördlichen Schließung des Coronavirus betroffen sind, die jährliche Wasser-Grundgebühr erlassen. Diesbezüglich werden der EWW noch die genauen Informationen ausgeschickt. Insgesamt werden sich die ausgesetzten Gebühren auf ca. 150.000 Euro belaufen.

  • Die Wels Strom GmbH gründet Hilfsfonds

Die Wels Strom richtet für Wirtschaftstreibende, die aufgrund der Corona Krise ihre Geschäftstätigkeiten einstellen mussten, einen Hilfsfonds ein. Der Hilfsfonds wird 150.000 Euro umfassen.

  • Gastgartenbetriebe: Keine Nutzungsgebühren

Für Gastgartenbetriebe im öffentlichen Raum fallen für die Welser Gastronomen für das ganze Jahr 2020 keine Nutzungsgebühren an. Bereits bezahlte Gebühren werden rückerstattet. Insgesamt beläuft sich die Summe dieser Maßnahmen auf ca. 50.000 Euro.

  • Nutzungsentgelte für den öffentlichen Raum

Für geplante Veranstaltungen im heurigen Jahr erlässt die Stadt Wels eine Nutzungsgebühr für den öffentlichen Raum. Die Summe für die Maßnahme beläuft sich auf 10.000 Euro.

  • Standgebühr für den Wochenmarkt

Alle Stände am Wochenmarkt, die aufgrund der Behörde schließen mussten, müssen für die Zeit der Schließung keine Standgebühr bezahlen. Die Kosten dieser Maßnahmen belaufen sich auf ca. 10.000 Euro.

  • Wirtschaftsförderung der Stadt Wels

Die schon beantragten Wirtschaftsförderungen in Höhe von derzeit ca. 80.000 Euro werden ohne weiteren Zwischenschritt ausbezahlt. Weiter 200.000 Euro stehen für das Jahr 2020 zur Verfügung.

  • Werbekampagne

In Kürze soll eine Werbekampagne gestartet werden, die alle Welser auf die Notwendigkeit aufmerksam macht, möglichst viele Dienstleistungen und Waren in Wels einzukaufen. Die lokale Wirtschaft braucht jetzt die Welser Konsumenten. Wir müssen auch das Bewusstsein bei der Welser Bevölkerung schaffen, dass jeder zukünftige Einkauf in Wels eine Investition in die eigene Heimat ist. Die Kosten dieser Maßnahme werden sich auf ca. 50.000 Euro belaufen.